Süß- und Sauerkirschen - Prunus avium und
Prunus cerasus

Die Wahl von Prunus avium (Süßkirsche) und Prunus cerasus (Sauerkirsche)ist eine Entscheidung für ökologische Funktionalität und gestalterische Präsenz. Während die Süßkirsche (Prunus avium) aufgrund ihrer markanten Wuchsform und der glänzenden Ringelborke oft als strukturgebenden Solitärbaum in großzügigen Gartenanlagen oder als ökologische Ausgleichspflanzung gesetzt wird, überzeugt die Sauerkirsche (Prunus cerasus) mit ihrer hohen Standorttoleranz und kompakten Einsetzbarkeit in urbanen Privatgärten. 

Der Einsatz von Großbäumen ist dabei ein entscheidendes Qualitätsmerkmal: Sie zeigen eine sofortige Raumwirkung und einen Schattenwurf für die unmittelbare Nutzbarkeit von Freiflächen, bei einem geringeren Ausfallrisiko und einer stabileren Statik.

Obstbäume in XXL

  • Sofortiger Sichtschutz und Schatten 
  • Schnellerer (und sicherer) Ertrag 
  • Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen 
  • Zeitersparnis bei der Erziehung

Spezifikationen Süßkirsche - Prunus avium

Herkunft:
Kaukasus
Wuchs:
Großer, stattlicher Baum (bis zu 20–25 Meter); bildet oft eine pyramidenförmige Krone.
Blüte:
Reinweiß, in Dolden angeordnet; blüht meist etwas früher als die Sauerkirsche.
Früchte:
Süß, saftig, festes oder weiches Fruchtfleisch; Farbe variiert von gelb über rot bis schwarzrot.
Blätter
Relativ groß (10–15 cm), hängend, Rand grob gesägt; besitzen oft zwei rote Drüsen am Blattstiel.
Ansprüche:
Liebt sonnige, eher trockene Lagen.
Boden:
Bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden
Winterhart
bis -20°C

Spezifikationen Sauerkirsche- Prunus cerasus

Herkunft:
Südwestasien, Kleinasien
Wuchs:
Kleinerer Baum oder strauchartig (ca. 5–10 Meter); Krone meist rundlicher und oft etwas „sparringer“ oder überhängend.
Blüte:
Weiß, oft zeitgleich mit dem Blattaustrieb.
Früchte:
Säuerlich, meist weicheres Fruchtfleisch; hoher Gehalt an Fruchtsäuren; bekannteste Sorte ist die 'Schattenmorelle'.
Blätter
Kleiner (5–8 cm), derber/ledriger als bei der Süßkirsche, glänzend; stehen eher waagerecht oder aufrecht, hängen nicht so stark.
Ansprüche:
Verträgt auch kühlere Lagen
Boden:
Feuchtere Böden.
Winterhart
bis -25°C

Sorten-Übersicht

Prunus cerasus - Sauerkirsche


Profitipps

Sauerkirschen sind Selbstbefruchter. Schnitt: Sauerkirschen am besten im Sommer direkt nach der Ernte (Juli/August) schneiden. Der Schnitt zu diesem Zeitpunkt fördert die Wundheilung, reduziert das Risiko für Krankheiten (wie Monilia) und regt die Bildung neuer Blütenknospen für das nächste Jahr an.


FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen Prunus avium und Prunus cerasus?

Die Süßkirsche (Prunus avium) wächst deutlich stärker, bildet große Kronen und bevorzugt warme, sonnige Standorte. Die Sauerkirsche (Prunus cerasus) wächst kompakter, ist extrem frosthart und kommt gut mit Halbschatten zurecht.

Warum sollte man Kirschbäume als Großbaum (Solitär) kaufen?

Große Bäume aus der Baumschule haben bereits einen fachmännischen Erziehungsschnitt erhalten und bieten eine sofortige Raumwirkung.

Brauche ich immer zwei Bäume für die Befruchtung?

Süßkirschen: Die meisten Sorten sind selbststeril und benötigen eine passende Befruchtersorte in der Nähe. Sauerkirschen: Viele Sorten (wie die 'Schattenmorelle') sind selbstfruchtend und können problemlos als Einzelbaum gepflanzt werden.

Muss man einen Kirschbaum jedes Jahr schneiden? 

Ein regelmäßiger Schnitt ist wichtig, um die Krone licht zu halten und die Fruchtqualität zu sichern. Süßkirschen werden idealerweise direkt nach der Ernte im Sommer geschnitten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Sauerkirschen benötigen oft einen stärkeren Verjüngungsschnitt, da sie am einjährigen Holz tragen und sonst „vergreisen“.

Welchen Boden bevorzugen Kirschbäume? 

Kirschen hassen „nasse Füße“ (Staunässe). Sie benötigen einen tiefgründigen, gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Süßkirschen bevorzugen zudem einen leicht kalkhaltigen Untergrund.

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