Taxus baccata

Europäische Eibe, Gewöhnliche Eibe

Die Europäische Eibe zählt zu den immergrünen Nadelgehölzen und kann bis zu 1500 Jahre alt werden. Die Überlebensstrategie der langsam wachsenden Eiben ist ihre Schattenverträglichkeit,... Mehr Informationen

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Höhe
5 bis 18 m
Breite
5 bis 10 m
Licht
Sonne, Absonnig, Lichter Schatten, Halbschatten
pH-Wert
schwach sauer, neutral, schwach alkalisch, alkalisch
Boden
lehmig, sandig-lehmig, alle Substrate
Industriefest
Gehölze für Bienenweiden
Hecke
Vogelnährgehölze
Formgehölze
Taxus baccata: Wußten Sie schon?

Die Europäische Eibe zählt zu den immergrünen Nadelgehölzen und kann bis zu 1500 Jahre alt werden. Die Überlebensstrategie der langsam wachsenden Eiben ist ihre Schattenverträglichkeit, gepaart mit einer einzigartigen Fähigkeit zur Regeneration. Früher war sie in ganz Europa stark verbreitet, doch ihr festes und gleichzeitig elastisches Holz, das gerne für den Bau von Armbrüsten und englischen Langbögen verwendet wurde, machte sie zu einem begehrten Exportartikel im Mittelalter. Bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts waren von den umfangreichen Beständen nur noch wenige zusammenhängende Eibenwälder in unzugänglichen Lagen übrig.

Bei der einzigen in Europa vertretenen Taxus-Art, Taxus baccata, werden männliche und weibliche Pflanzen gebildet, Botaniker sprechen von einer „diözischen“, also zweihäusigen Art. Im zeitigen Frühjahr lässt sich die Windbestäubung der Eiben sehr gut beobachten. Millionen von Pollen, riesige gelbe Wolken, steigen von den männlichen Gehölzen auf und werden durch den Wind verbreitet.

Sämtliche Pflanzenteile der Europäischen Eibe, Blätter, Rinde und Samen, enthalten Taxane und sind somit hoch giftig. Die einzige Ausnahme ist der rote Samenmantel, der Arillus, der die Frucht umhüllt. Es sind tödliche Vergiftungen von Rindern, Pferden und Menschen bekannt; heute wird das Gift der Eiben vermehrt in der Krebstherapie als extrem wirksames Mittel eingesetzt.

Europäische Eiben sind durchaus trockentolerant, bevorzugen jedoch luftfeuchte Standorte. Gerade im Winter und im zeitigen Frühjahr vertragen sie die Kombination von starker Sonneneinstrahlung und lang anhaltendem Frost nicht gut, weil sie auch bei niedrigen Temperaturen Photosynthese betreiben. Konkret heißt das: sie verdunsten oberirdisch Wasser, doch der Wassernachschub aus dem Boden fehlt. Hält diese Witterung über längere Zeit an, verfärbt sich zunächst die gesamte Pflanze bronzefarben, später treten Schäden, die sogenannte „Frosttrocknis“, auf.

Ihre Fähigkeit zur Regeneration macht sie zu perfekten Heckengehölzen. Selbst nach einem starken Rückschnitt treiben alte Hecken willig aus. Einziger Nachteil des dunkelgrünen HeckenKlassikers: Eiben wachsen extrem langsam und haben nur einen Zuwachs von maximal 10 cm pro Jahr.

Beeindruckende Beispiele für Taxus-Hecken finden sich in England: die Taxus-Gartenzimmer in Sissinghurst oder die Wolkenhecken in Doddington Place Castle, die häufig als Filmkulisse dienen, stammen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

 

Spezifikationen:
Wuchs
Meist mehrstämmig, mittelhoher Baum, manchmal nur Großstrauch; (3) 5-15 m hoch, 5-10 m breit, breit kegel- oder eiförmig, später hochgewölbte oder runde Krone; Äste unregelmäßig, schräg oder bogenförmig aufrecht, Zweige nickend bis überhängend; bis zum Boden beastet; langsamwüchsig, Jahrestrieb 10-30 cm
Krone
breit eiförmig, breit kegelförmig, unregelmäßig
Blüte
Zweihäusig, unscheinbar
Blatt
Glänzend-dunkelgrüne bis schwarzgrüne Nadeln, unterseits hell-mattgrün, zweizeilig angeordnet, 2-3 cm lang, an den Triebspitzen eher radial
Früchte
Roter, fleischiger Fruchtbecher (Arillus), ca. 1 cm groß, innen grünlicher Samen
Wurzel
Herz- bis Tiefwurzler; intensives, dichtes Faserwurzelsystem
Ansprüche
Sonne bis Halbschatten, Vollschatten wird toleriert, ist aber ungünstig; wärmeverträglich, meist frosthart; stadtklimaverträglich, mäßig windfest; schnittfest
Boden
Mäßig trocken bis feucht, liebt hohe Luftfeuchtigkeit, schwach sauer bis alkalisch auf allen Substraten, ausgenommen Torf; bei Lufttrockenheit, Hitze und hohem Humusanteil im Boden ist mit starkem Rüsselkäferbefall zu rechnen
Hinweise
Alle Teile der Eibe, ausgenommen der rote Samenmantel, sind giftig!
Härtegrad
Zone 6a
Biene
Ja
Filter
Produkt-Nr Optionen Preis (zzgl. 7% MwSt.)
SANA006168 3 xv, mit Ballen, Höhe 50-60 32,00 €
SANA010875 3 xv, mit Ballen, Höhe 60-70 39,00 €
99230188 3 xv, mit Ballen, Höhe 70-80 65,00 €
SANA012299 4 xv, mit Ballen, Höhe 80-100 85,00 €
SANA002391 4 xv, mit Ballen, Höhe 100-125 120,00 €