Der Zierapfel - Malus Hybriden
Zieräpfel sind die „Allrounder“ unter den Laubgehölzen: Der Zierapfel punktet durch Bescheidenheit und optische Highlights in jeder Saison:
Frühjahr: Ein Meer aus weißen, rosa oder purpurroten Blüten, das Bienen und Hummeln magisch anzieht.
Sommer: Dichtes, gesundes Laub (bei einigen Sorten sogar dekorativ dunkelrot).
Herbst: Hunderte kleine Früchte in Gelb, Orange oder Rot, die oft bis tief in den Winter am Baum hängen bleiben.
Winter: Eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel wie Amseln und Seidenschwänze.
Zieräpfel im Klimawandel: Die perfekten Bäume für unsere Städte?
Die Sommer in Städten wie Berlin, Hamburg oder München werden heißer, die Böden trockener. Wer heute einen Baum pflanzt, stellt sich zu Recht die Frage: Überlebt der Baum die nächsten 20 Jahre? Der Zierapfel (Malus) rückt dabei immer mehr in den Fokus von Stadtplanern, Kommunen und Gartenbesitzern.
Aber passt der Zierapfel wirklich zum neuen Stadtklima? Wir machen den Klima-Check.
Warum der Zierapfel ein "Zukunft Baum" ist
1. Hitzeverträglichkeit und Sonnenanbeter Zieräpfel stammen ursprünglich oft aus Regionen mit schwankenden Klimabedingungen. Sie lieben sonnige Standorte und kommen mit der intensiven Strahlung in bebauten Gebieten meist besser zurecht als großblättrige Parkbäume.
2. Robustheit gegen Trockenheit Einmal gut angewachsen, ist das Wurzelsystem des Zierapfels effizient. Während er in extremen Dürreperioden natürlich über Wassergaben dankbar ist, wirft er seine Blätter nicht sofort ab. Er gilt in der Fachliteratur als mäßig trockenheitsresistent – ein entscheidender Vorteil für urbane Standorte.
3. Anpassung an versiegelte Flächen In der Stadt ist der Wurzelraum oft begrenzt. Zieräpfel sind von Natur aus eher kleinwüchsig oder lassen sich durch gezielte Züchtung (z.B. als Hochstamm) gut in schmale Straßenzüge oder kleine Innenhöfe integrieren, ohne den Asphalt aufzusprengen.
4. Ökologischer Mehrwert trotz Klimastress Ein Baum im Stadtklima muss heute mehr leisten als nur gut auszusehen. Der Zierapfel ist eine ökologische Tankstelle: Bienenweide: In Städten, wo Wildblumenwiesen fehlen, bietet die frühe Blüte im April/Mai Nahrung für Bestäuber. Vogelschutz: Die Früchte sind im Winter oft die letzte Rettung für Vögel, wenn der Boden gefroren ist. Kühlung: Durch die Verdunstung über die Blätter senkt er die Umgebungstemperatur in versiegelten Innenhöfen spürbar.
Malus - Zierapfel
Profitipp
„Achte beim Kauf auf die Unterlage des Baumes. Eine tiefgehende Wurzelunterlage hilft dem Baum, auch in trockenen Sommern an tiefere Wasserschichten zu gelangen."
Leonie Neumüller, Vertrieb, Baumschule Lorenz von Ehren
Impressionen
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Welche Böden bevorzugen Malus-Hybriden?
Ihre Bodenansprüche liegen von mäßig trocken bis feucht, im schwach sauren bis alkalischen Bereich, gerne auf leichten bis mittelschweren Böden
Welche Malus-Hybriden eignen sich als Staßenbäume?
Malus tschonoskii, der Woll-Apfel, bekam im Straßenbaumtest der GALK die Bewertung „geeignet“. Leider ist dieser schöne Apfel bislang noch relativ unbekannt und wird recht selten eingesetzt.
Malus tschonoskii, der Woll-Apfel, bekam im Straßenbaumtest der GALK die Bewertung „geeignet“. Leider ist dieser schöne Apfel bislang noch relativ unbekannt und wird recht selten eingesetzt.
Welche Zieräpfel sind besonders empfehlenswert?
Die Sorten ‘Butterball’, ‘Evereste’®, ‘John Downie’, ‘Professor
Sprenger’, ‘Red Jade’, ‘Red Sentinel’, ‘Royalty’, ‘Street Parade’.
Vertragen Zieräpfel Streusalz?
Sie sind mäßig tolerant. Im direkten Straßenrandbereich sollte im Winter eher auf mechanische Räumung gesetzt werden.
Wie viel Pflege braucht ein Zierapfel in der Stadt?
In den ersten zwei Jahren ist regelmäßiges und ausreichendes Wässerm Pflicht. Danach ist er weitestgehend autark.
Ansprechpartner/in
Leonie Neumüller
Vertrieb
Telefon: +49 (0) 40 7681 -0
E-Mail: LvE(at)LvE.de