• Aus Hamburg!

    Asiatische Gehölze 

     
 

Schönheiten der Stille

 
 
Asiatisches Flair aus einer norddeutschen Baumschule - das ist kein Gegensatz.
Grün ist eine internationale Sprache und längst wurden asiatische Gehölze und -formen zu festen Bestandteilen des Sortiments der Baumschule Lorenz von Ehren.
Regelmäßig fliegen Kollegen nach Japan, um Inspirationen zu sammeln und bei japanischen Schnittmeistern zu lernen. Und immer fließt das gesammelte Wissen und spezielle Fachwissen in die asiatischen Ausprägungen des Sortimentes ein – bereits seit über 40 Jahren!
Ein unserer Ansicht nach sehr gelungenes Beispiel ist der erst im Juni 2018 eröffnete Lorenz von Ehren Schaugarten „Ost trifft West“ auf Schloß Dyck, Jüchen bei Düsseldorf.

OST TRIFFT WEST
Der Schaugarten " Ost trifft West" vereint Stilelemente der japanischen Gartenkunst mit "westlichen" Gestaltungsansätzen und schafft somit einen harmonischen Gegensatz der Kulturen.
Auf 3500m² Fläche finden sich beeindruckende Gehölze aus unserem Sortiment, die in Gattung oder Typus dem Thema asiatischer Gärten zugeordnet sind. Die ruhige und landschaftliche Gestaltung des Schaugartens lässt den Betrachter in eine eigene Welt eintauchen und bietet durch gewundene Wege stets neue Blickwinkel auf abstrahierte Naturbilder. 
OST TRIFFT WEST

DOCH WELCHE GEHÖLZE PASSEN?
Wie wäre es mit den zierlichen japanischen Fächerahornen? Acer palmatumAcer japonicum oder auch Acer shirasawanum. Mit ihren filigranen, fächerförmigen und manchmal auch sehr stark geschlitzten Blättern sind sie zarte Meisterwerke der Natur. Im Herbst unterstreicht ein Feuerwerk der Farben diesen Eindruck, denn von leuchtendem Gelb über kräftiges Orange bis hin zu tiefem Rot bietet der Ahorn eine begeisternde Farbpalette.

Die japanische Kamelie - Camellia japonica
Stellen Sie sich vor es ist Winter und alles ist noch kahl, bis auf den üppig blühenden, immergrünen Kamelienstrauch  (Camellia japonica). Weder Kälte noch Schnee können diesen Winterblüher aufhalten. In den ersten vier Monaten des Jahres begeistert das Gehölz mit ihren rosenähnlichen Blüten, die einen Durchmesser von 12 cm erreichen können. Ein echter Hingucker im Garten!
Die ersten Kamelien gelangten vermutlich im 16. Jahrhundert nach Europa – kurioserweise vor allem durch das Bemühen der europäischen Staaten, die kostbaren Teepflanzen zu importieren. In China wurden oft die optisch sehr ähnlichen Zier-Kamelien als Tee-Kamelien deklariert, weil das Land sein damaliges Monopol im Tee-Anbau schützen wollte. Das führte dazu, dass die Kamelie schon Mitte des 18. Jahrhunderts in England eine sehr beliebte Gartenpflanze war, der Tee aber immer noch aus Ostasien bezogen wurde. Clever!

Cornus cousa chinensis - Chinesischer Blumen-Hartriegel
Ein weißer bis zartrosa Blütenzauber und rosaroter Früchtetraum! Mit seinem dicht verzweigten Wuchs und dem interessanten Blattwerk ist er ein ansprechender Blickfang im Garten. Im späten Frühjahr leuchten aus dem satten Grün seines Laubes unzählige weiße bis hin zu einem zarten rosafarbene Blütensterne hervor. Später begeistert der Cornus kousa chinensis mit seinen rosaroten Früchten, die an Himbeeren erinnern und einen aromatischen Geschmack aufweisen.
Er ist ein winterharter Großstrauch, der sich durch seinen langsamen Wuchs auszeichnet. Cornus kousa chinensis ist eine Unterart des Asiatischen Blüten-Hartriegels und stammt aus den Wäldern Chinas und Taiwans.
Prunus yedoensis - Tokyo-Kirsche
Die Tokyo-Kirsche ist eine markante Blütenkirsche, die in Japan zur Zeit des japanischen Kirschblütenfestes (Tag des Grüns 29. April bis 5. Mai) blüht und dort wohl auch in Massen gepflanzt wird.
Prunus yedoensis ist unkompliziert und extrem frosthart. Der beste Standort für das Ziergehölz ist ein sonniger bis absonniger Platz. Die wunderschöne Zierkirsche wächst optimal auf einem lehmigen, tiefgründigen sowie durchlässigen und humosen Boden. Sie eignet sich aufgrund ihrer Blütenpracht und ihres wunderschönen Herbstkleides als Solitär im Garten aber auch als Straßenbegleitgrün.

Pinus parviflora - Japanische Mädchenkiefer
Die Japanische Zwergmädchenkiefer liebt einen hellen, sonnigen Standort, damit sich auch die Farben der Nadeln optimal entwickeln können. Außerdem bevorzugt sie mäßig trockenen bis frischen, gut durchlässigen, humosen Gartenboden. Trockene und sehr kalkreiche Standorte sollten gemieden werden. Wenn Pinus parviflora dann noch alleine und frei stehen darf, präsentiert sie sich von ihrer schönsten Seite. Perfekt für asiatische Gärten.

Ginkgo biloba - Fächerblattbaum
Der Ginkgo wird heute zu Recht als lebendes Fossil bezeichnet, denn er ist erdgeschichtlich gesehen eine sehr alte Art. Den Ginkgo gab es bereits im Perm, vor 250 Millionen Jahren. 100 Millionen Jahre musste der Ginkgo warten, bis endlich die ersten Laubbäume auftraten und ihm Gesellschaft leisteten. Er erlebte die Entwicklung der Dinosaurier und das Kommen und Gehen der Mammuts.
Der Ginkgobaum hat als Ginkgoopsida eine eigene Klassifizierung und gehört weder zu den Nadel- noch zu den Laubgehölzen, obwohl das Laub fächerförmig ist und im Herbst abgeworfen wird. Er ist äußerst robust, hitzeverträglich, stadtklimafest und widerstandsfähig gegen starke Luftverschmutzung. Der Ginkgo ist in Europa nicht von Krankheiten befallen und erstaunlich windfest. Im Herbst färben sich die Blätter vom Fächerblattbaum leuchtend gelb, bevor sie abfallen.
Wir empfehlen den Ginkgo biloba gerne als Stadtbaum.

Taxus cuspidata - Japanische Eibe
Dieses Gehölz ist sehr exklusiv und robust und wird bei guter Pflege durchaus bis zu 1.000 Jahre alt. Bedingt durch den pflegeleichten Charakter werden selbst unerfahrene Bonsai-Liebhaber von Anfang an ihre Freude an Taxus cuspidata haben. Überhaupt verwundert es nicht, dass Taxus cuspidata schon seit Jahrhunderten zu den wohl beliebtesten Bonsai Gewächsen in der japanischen Gartenbaukultur gehört, denn das Gehölz ist hervorragend für den Formschnitt geeignet.

ABWECHSLUNGSREICHE SCHLICHTHEIT
Auch wenn dies nur eine kleine Gehölzauswahl ist, so zeigt sich doch, dass auch in den stillen, harmonischen, asiatischen Gärten eine große Abwechslung möglich ist. Ein Abwechslung in Form, Farbe und Art der Gehölze.
 
 

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